Barfen f√ľr Hunde, INPUT BARF

Häufig an uns gestellte Fragen

Kann mein Hund durch die Verf√ľtterung von rohem Fleisch Salmonellen, Parasiten oder sonstige Bakterien aufnehmen?

Ein Hund verf√ľgt als Karnivore (Fleischfresser) √ľber einen Verdauungsapparat, der auf die Verdauung von rohem Fleisch, Knochen und Knorpel eingestellt ist. Die Magens√§ure eines Hundes enth√§lt anteilig im Vergleich zu der des Menschen 10 x mehr Salzs√§ure und hat mit Nahrung im Magen einen ph-Wert von unter 1 (Mensch pH-Wert: 4-5). Die Produktion der Verdauungss√§fte ist beim Hund allerdings abh√§ngig von Schl√ľsselreizen. Fleisch ist ein solcher Schl√ľsselreiz. Wenn bei der Verf√ľtterung von rohem Fleisch also gen√ľgend Verdauungss√§fte produziert werden k√∂nnen, dann haben Salmonellen & Co. in einem gesunden Hundeorganismus keine Chance. Es kommt daher nur √§u√üerst selten zum Parasiten-Befall. Und ob der von der Verf√ľtterung von rohen Fleisch verursacht wurde oder weil die Fellnase irgendetwas w√§hrend des Gassigangs aufgenommen hat, bleibt dann noch dahin gestellt.

 

Wie taue ich die Futterwurst am besten auf?

Sie k√∂nnen die Wurst entweder langsam (√ľber 2 Tage) im K√ľhlschrank auftauen lassen oder etwas schneller (1 Tag) bei Zimmertemperatur. Wenn Sie es vergessen haben sollten, die Wurst rechtzeitig aus dem Gefrierer zu nehmen, k√∂nnen Sie die Wurst auch in einem kalten Wasserbad auftauen. Bitte werfen Sie die Wurst nicht in kochendes Wasser oder in die Mikrowelle. Das Erhitzen w√ľrde den Vitaminen und Mineralien nur schaden. Die Futterwurst sollte bei Zimmertemperatur verf√ľttert werden. Manche Hunde m√∂gen rohes Fleisch auch noch vertragen, wenn es einen gefrorenen Kern hat - andere bekommen davon nur Durchfall. Einmal aufgetaut sollte die Wurst innerhalb von 2 Tagen bei Lagerung im K√ľhlschrank verf√ľttert werden. Rohes Fleisch k√∂nnen Sie selbst dann noch verf√ľttern, wenn es stark riecht und verf√§rbt ist. Hunde m√∂gen das gerne und es ist absolut ungef√§hrlich. Allerdings gilt das nur f√ľr rohes Fleisch und nicht f√ľr gekochtes Fleisch. Verdorbenes gekochtes Fleisch kann gef√§hrlich werden. In den hei√üen Sommermonaten werden Sie beim Auftauen bei Zimmertemperatur bemerken, dass die Pelle der Wurst sich √ľber den Tag hin anspannt. Das liegt an den Gasen im Inneren der Wurst, die durch den einsetzenden G√§rprozess des Gem√ľses entstehen. Die w√§rmere Umgebungstemperatur w√§hrend den hei√üen Sommermonaten beschleunigt diesen Prozess. Diese G√§rung ist absolut ungef√§hrlich und stellt keinen Qualit√§tsm√§ngel dar. Sie k√∂nnen diesen G√§rprozess verlangsamen, wenn Sie w√§hrend der hei√üen Sommermonate die Wurst im Wasserbad oder K√ľhlschrank auftauen. Falls Sie dennoch die Zimmerauftaumethode bevorzugen, so raten wir Ihnen, die Pelle der noch gefrorenen Wurst mehrmals anzuritzen oder anzustechen. Die Gase k√∂nnen so entweichen, ohne dass Ihnen dann beim Aufschneiden der Wurst der ganze Inhalt um die Ohren fliegt, wenn Sie in die gespannte Wurstpelle stechen.

 

Wird mein Hund aggressiv durch die Verf√ľtterung von rohem Fleisch?

Leider kursieren noch immer derlei Ammenm√§rchen, dass Hunde durch den Verzehr von rohem Fleisch zu blutr√ľnstigen Bestien werden. Verdammen Sie diese M√§rchen dahin wo sie hingeh√∂ren: in die M√§rchenstunde.

 

Mein Hund r√ľhrt rohes Fleisch nicht an. Was ist mit ihm los?

Hunde, die in ihrem bisherigen Leben kein rohes Fleisch kennengelernt haben sondern nur das herk√∂mmliche Industriefutter, zeigen manchmal gerne eine ablehnende Haltung gegen√ľber rohem Fleisch. Meistens liegt das daran, dass der Geruch von frischem Fleisch nicht sehr intensiv ist im Gegensatz zu manchen Industriefutterprodukten, die einen extrem starken Geruch haben und auch gerne Lock- und Geruchsstoffe enthalten, damit die Hunde sie √ľberhaupt fressen. So erkennt der Hund erstmal das rohe Fleisch nicht als Futter. Sollte Ihr Hund anf√§nglich das Rohfutter ablehnen, k√∂nnen Sie das Rohfutter entweder kurz anbraten oder mit kochendem Wasser √ľberbr√ľhen. Damit erreichen Sie, dass das Fleisch st√§rker riecht. In den folgenden Tagen kann dann die Brat-/ Br√ľhzeit langsam verk√ľrzt werden und der Hund somit langsam an eine rohe Mahlzeit gew√∂hnt werden.

 

Mein Hund mag absolut kein Gem√ľse. Wieso sollte er also ihr Futter annehmen?

Ganz einfach: weil der nicht darum herum kommt. Die meisten Hunde finden eine Karotte in unzerkleinerter Form ziemlich uninteressant. Wenn Sie diese nun in 10 Teile zerschneiden, w√ľrde es dem Hund dennoch gelingen, das Fleisch darum aufzunehmen und die Karottenst√ľcke liegen zu lassen. Diese Methode funktioniert aber nicht mehr, wenn die Karotte (und auch das andere Gem√ľse) so klein gehexelt ist, dass eine Hundezunge sie nicht aussortieren kann. In unserem Futter ist der Gem√ľseanteil mit dem Fleisch durch den Wolf gedreht.

 

Ist der Calcium/Phosphor-Anteil in ihrem Futter ausreichend?

Der Calcium-Phosphor-Gehalt von Hundefutter ist aufgrund neuer Erkenntnisse der Ern√§hrungswissenschaft momentan recht umstritten. Bislang ging man von einem Calium-Tagesbedarf von 100 bis 130 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht aus. Mittlerweile ist diese Angabe f√ľr einen erwachsenen Hund auf 50 - 90 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht reduziert worden. Auch befand man bis vor kurzem auch das Ca:P Verh√§ltnis f√ľr √§u√üerst wichtig, das unbedingt zwischen 1:1 zu 1,2:1 liegen sollte. Auch hier geht man mittlerweile davon aus, dass das Ca:P Verh√§ltnis nicht mehr so wichtig ist sondern eher, dass der Calcium-Bedarf des Hundes gedeckt ist. In der Rohern√§hrung kann man bei einem Ca-Gehalt der verf√ľtterten Knochen von durchschnittlich 2.500g Calcium pro 100 g Knochen ausgehen. Somit w√§re eine ausreichende Calcium-Versorgung gew√§hrleistet, wenn man 10 % der Tagesgesamtfutterration aus Knochen bestreitet. Voraussetzung daf√ľr ist allerdings, dass verschiedene Knochen verf√ľttert werden, wie etwa Brustbein, Ochsenschwanz, H√ľhnerfl√ľgel, .... Da wir in unserem Futter den Calcium-Bedarf ausschlie√ülich durch gemahlene H√ľhnerh√§lse und Karkassen abdecken, mussten wir den anteiligen Prozentsatz um einige Prozent erh√∂hen, um dem Bedarf des Hundes gerecht zu werden.

 

Warum enthält ihr Futter kein Reis, Kartoffeln oder Nudeln? Die findet man ansonsten in fast jedem anderen Futter.

Wenn man Getreide (darunter fallen eben auch der Reis und die Nudeln) sowie Kartoffeln zusetzen m√∂chte und der Hund das vertr√§gt, dann kann man das selber billiger gew√§hrleisten. Wir w√ľrden durch diesen Zusatz nur das Volumen und das Gewicht unseres Produktes nach oben treiben - nicht aber die Qualit√§t. Zumal es inzwischen auch viele Hunde gibt, die kein Getreide oder deren Produkte vertragen. Getreide & Co geh√∂ren nicht wirklich in die Kategorie BARF und der Hund braucht sie auch nicht unbedingt, da er seinen Energiebedarf allein durch das Fleisch abdecken kann. Ob man nun Getreide & Co. verf√ľttern m√∂chte oder nicht, soll daher jedem einzeln √ľberlassen werden. Wir k√∂nnen nur jedem raten, Getreide & Co in Ma√üen zu verf√ľttern und auch nicht zu jeder Mahlzeit.

 

Kann ich ihre BARF-Wurst mit Trockenfutter mischen?

Davon raten wir dringenst ab. Roh- und Trockenfutter haben verschiedene Verdauungszeiten. Wenn Sie beides gleichzeitig verf√ľttern, belasten Sie den Verdauungstrakt Ihres Hundes nur unn√∂tig. Wenn Sie weiterhin beide Nahrungsmittel Ihrem Hund anbieten wollen, dann verf√ľttern Sie diese beiden Nahrungsmittel am besten im 4 - 6 st√ľndigen Zeitversatz. D.h. wenn Sie 2 x am Tag f√ľttern, dann k√∂nnten Sie Trockenfutter am Morgen geben und Rohfutter am Abend (oder eben andersrum) oder wenn Sie nur einmal am Tag f√ľttern, dass sollten Sie an einem Tag Rohfutter und am anderen Tag nur Trockenfutter geben.

 

Wie stelle ich am besten mein Hund auf Ihr Rohfutter um?

Wenn Sie einen gesunden Hund haben, dann k√∂nnen Sie von jetzt auf gleich umstellen. Ein gesunder Hund ist robust genug, um mit der Umstellung fertig zu werden. Es kann sein, dass die ersten 1 - 2 Tage der Kot etwas weicher ist - das ist v√∂llig normal und kein Grund zur Sorge. Wenn Sie einen kranken oder empfindlichen Hund haben, so w√§re es ratsam, die Umstellung etwas langsamer vorzunehmen. Wenn Sie es durchhalten, lassen Sie Ihren Hund erstmal einen Tag fasten, damit Sie sicher sein k√∂nnen, dass der Magen leer ist und keine Fehlg√§hrungen auftreten k√∂nnen, wenn Sie nun mit der Rohf√ľtterung beginnen. Beginnen Sie mit kleinen Portionen √ľber den Tag verteilt, damit sich der Hundeorganismus darauf umstellen kann. Wir empfehlen als Einsteigermodel f√ľr empfindliche Hunde die Sorten Gefl√ľgel und Lamm, da diese Fleischsorten i.d.R. sehr gut vertr√§glich sind. In der Sorte Lamm ist auch Lammpansen enthalten, was dem Darm bei seinem Aufbau einer nat√ľrlichen Darmflora unterst√ľtzt.

 

Im Gegensatz zu Trockenfutter ist Ihr Futter ja sehr weich. Muss ich nun irgendeine zusätzliche Zahnpflege betreiben?

Nein. Beim BARFen entseht kaum noch Zahnstein -eigentlich nur noch minimal. Hat Ihr Hund bereits davor Probleme mit dem Zahnstein, dann sollten Sie diesen bei Ihrem Tierarzt fachm√§nnisch entfernen lassen. Durch das BARFen wird kaum weiterer Zahnstein hinzukommen - Sie m√ľssen also keine weitere Zahnpflege betreiben. Nat√ľrlich k√∂nnen Sie aber dennoch Ihrem 4-Beiner einen Ochsenziemer zukommen lassen - dann aber eher als Belohnung oder Besch√§ftigung und nicht l√§nger zur Zahnpflege.

 

Was sind Karkassen?

Das Wort 'Karkassen' kommt aus dem Franz√∂sischen und hei√üt w√∂rtlich √ľbersetzt 'Gerippe'. Damit meint man das nach dem Tranchieren meist kleinerer Tiere zur√ľckbleibende Knochenger√ľst samt eventuell anhaftender Fleischreste. Es gibt Karkassen von Gefl√ľgel sowie von Fischen und Krustentieren. Bei uns finden gemahlene Gefl√ľgel-Karkassen Verwendung sowie in den Sorten 'Ente' und 'Kaninchen' gewolfte Enten- und Kaninchenkarkassen.

 

Laborwerte beim BARFen
Gismo (43 Kg) wird im Dezember 11 Jahre alt, wird seit seinem ersten Lebensjahr mit unserem Futter gebarft, glänzt mit seinem schwarzen Fell.

Man kann es manchmal den Blutwerten ansehen, ob ein Hund gebarft wird oder nicht, insbesondere, wenn in Eigenregie gebarft wird. Durch die Verf√ľtterung von rohem Fleisch k√∂nnen die Werte f√ľr Harnstoff, Serum-Kreatinin und H√§matokrit erh√∂ht sein. Erh√∂ht sein heisst, dass die Werte im oberen Bereich der Normwerte oder leicht dar√ľber liegen. Die sogenannten ''Blut-Normwerte'', die dabei eben als Referenzwerte fungieren, wurden von Hunden ermittelt, die mit getreidebasiertem Industriefutter ern√§hrt wurden. Da der Hund aber immer noch ein Fleischfresser (nat√ľrlicher Karnivore) und kein Allesfresser (obligater Omnivore) ist, sollten die erh√∂hten Werte nicht gleich als pathologisch eingestuft werden. Es sollte vielmehr dar√ľber nachgedacht werden, ob die Referenzwerte (''Blut-Normwerte'') f√ľr rohfleischern√§hrte Hunde angepasst werden m√ľssten, da deren Blutwerte eher den Normwerten f√ľr artgerecht ern√§hrte Hunde entsprechen.

Wir haben viel Zeit in die Erstellung der Rezepte unserer Sorten investiert, um die optimale Zusammensetzung herauszufinden. Dennoch sind wir aber flexibel genug, an den Rezepten etwas zu √§ndern, wenn wir sehen, dass etwas nicht passt. Damit wir auch √ľber den Langzeiteffekt unserer BARF-Sorten im Bilde bleiben, darf abwechselnd jeder unserer 3 Hunde ab und an mal eine Blutprobe durch's Labor schie√üen.

April 2013: Diesmal war unsere Gretl an der Reihe. Gretl wurde in unserem Rudel geboren und ist nun 3 Jahre alt. Sie wurde bereits gebarft, da hatte sie gerade mal die ersten Z√§hnchen und hing noch zum Nachtisch an den Mutterzitzen. Gretl hat nie Trockenfutter erhalten. Sie wurde und wird ausschlie√ülich mit unserem BARF-Futter ern√§hrt und ab und auch auch mal mit einer BAUF-Dose, wenn wir es vergessen haben, rechtzeitig eine Frostwurst aufzutauen. Nat√ľrlich f√§llt f√ľr unsere Gretl gelegentlich auch mal eine Kartoffel oder eine Schippe Reis ab. Bei Gretl's Blutbild waren wir diesmal insbesondere an den Organ-Blutwerten interessiert (Leber, Niere, Bauchspeicheldr√ľse (Pankreas)). Ihre Werte k√∂nnen Sie im beigef√ľgten Laborbericht nachlesen.

 Laborbericht Gretl vom 05 April 2013

Januar 2014: Und nun durfte unsere Paula die Pfote zur Blutabnahme hin strecken. Paula ist zum Zeitpunkt der Blutabnahme 7 Jahre alt und bekommt seit dem wir sie aus dem Tierheim mit 4 Monaten adoptiert haben ausschlie√ülich unser BARF-Futter. Paula wurde auch w√§hrend der Tr√§chtigkeit und des S√§ugens Ihrer kleinen 8 Milch-Egel (wie wir die Welpen liebevoll genannt hatten) nur mit unserem Futter gebarft. Sie hatte diese Phase sehr gut gemeistert und schl√§gt sich jetzt nur noch mit Gretl herum - die einzigste, die wir aus dem Wurf behalten haben. Wir sind sehr zufrieden mit ihren Werten - unsere Tier√§rztin sprach sogar von ''Bilderbuchwerten''. Diese k√∂nnen Sie im beigef√ľgten Link auch gerne selbst studieren.

Laborbericht Paula vom 14 Januar 2014

Januar 2015: Dieses Jahr war Gismo dran -  unser 40 Kg-R√ľde. Gismo ist 9 Jahre alt und kommt seit 8 Jahren in den Genuss von unserem BARF-Futter. Wir k√∂nnen bei seinem Werten also wirklich von Langzeitwerten sprechen. Gismo liegt mit allen Blutwerten in der Mitte der Normbereiche. Ein wirklich perfektes Blutbild, auf das wir recht stolz sind. Wir m√∂chten an dieser Stelle auch erw√§hnen, dass keiner unserer Fellnasen Industrie-Leckerli erh√§lt. Wir backen seit Jahren unsere Hundekekse selbst oder geben au√üschlie√ülich sortenreine, Maltodextrin- und Konservierungs-freie Trockenartikel, wie H√§hnchenh√§lse, Pansen, Ziemer, ... eben alles, was wir auch √ľber unseren Shop vertreiben. Die selbst gebackenen Hundekekse k√∂nnen wir leider nicht √ľber den Shop anbieten, aber wir haben endlich unser Hundekeksbuch 'Frei Schnauze' fertig gestellt, dass Ihnen die M√∂glichkeit gibt, Hundekekse einfach und geschmackvoll selbst herzustellen.

Laborbericht Gismo vom 08 Januar 2015

Januar 2016: Hoppla, eigentlich w√§re unsere Gretl an der Reihe gewesen, aber irgendwie hat sich Paula vorgedr√§ngelt. Da wir die Blutentnahme immer im Rahmen der j√§hrlichen Impfung vornehmen und damit mit 3 Hunden gleichzeitig beim Tierarzt aufschlagen, kommt da schon etwas Schwung in die Bude und wir wohl etwas durcheinander. Mal sehen, ob wir Gretl nicht noch zus√§tzlich 'bluten' lassen und sie auch nochmal ran muss. Aber wer tut das seinem Hund schon gerne an. Paula mochte die Piekserei auch nicht besonders und war wohl etwas angespannt - so wurde uns vom Tierarzt der hohe LDH-Muskelwert erkl√§rt. V√∂llig belanglos. Der Rest der Werte h√§lt sich - wie erwartet - sehr gut im Normbereich. Unser Tierarzt meinte sogar, dass nach so vielen Jahren mit unserem Futter eine Mangelern√§hrung schon l√§ngst h√§tte sichtbar werden m√ľssen, wenn durch unser Futter ausgel√∂st - wir also eigentlich nicht l√§nger jedes Jahr diese Blutkontrolle durchzuf√ľhren br√§uchten. Leuchtet uns irgendwie ein. Mal sehen  ....

Laborbericht Paula vom 14 Januar 2016.pdf

Oktober 2016: Unser Gismo hatte sich im Oktober an der Kralle verletzt und da wir schon mal beim TA waren, k√∂nnte man doch auch gleich ..... nun, wir taten. Man k√∂nnte neidisch werden auf so ein Blubild. Wir w√ľnschten, wir h√§tten solche Werte - insbesondere sind wir auf seinen Cholesterinwert neidisch.

Kalvierlack √ľberzogen, hat schneewei√üe Z√§hne und ist so was von fit.

Laborbericht Gismo vom 26 Oktober 2016.pdf

 

Darf ich eine nierenkranken Hund (weiter) barfen?

Der Mythos, dass eine proteinreiche Ern√§hrung Nierenerkrankungen entstehen l√§sst oder bereits bestehende Nierenerkrankungen verschlimmert, h√§lt sich hartn√§ckig, obwohl es inzwischen mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass dies NICHT der Fall ist. Durch eine protein-reduzierte Ern√§hrung w√ľrden Sie sogar eher das Gegenteil erreichen: einen gef√∂rderten Gewebeabbau einschlie√ülich dem Nierengewebe. Es daher nicht sinnvoll, einen Teil der Proteine gegen Kohlenhydrate (wie z.B. Getreide) zu ersetzen, wie es gerne von vielen Tier√§rzten empfohlen wird. Bei einer Niereninsuffizienz ist die Phosphorauscheidung durch die Niere gest√∂rt. Es macht also mehr Sinn, den Phosphorgehalt des Futters zu senken. Rohfleisch enth√§lt zwar auch Phosphor aber im Gegensatz zu den Knochen nur einen kleinen Anteil. Den L√∂wenanteil des Phosphors liefern die Knochen im Futter. Wenn man diese nun reduziert, senkt man aber auch die Calzium-Zufuhr, die der Hund aber dringend ben√∂tigt. Dies kann man nun durch die Gabe von Calciumcarbonat, Calciumcitrat oder gemahlenen Eierschalen wieder ausgleichen und hat nebenbei noch den sch√∂nen Nebeneffekt, dass diese 3 Substanzen Phosphor zus√§tzlich noch binden und die Niere damit entlasten. Reduzieren Sie auch die Verf√ľtterung von Innereien, da diese ebenfalls reich an Phosphor sind. Wenn Sie diese Dinge also beachten, k√∂nnen Sie auch einen chronisch-Nieren-kranken Hund (weiter) barfen. Es sei hier  aber auch ausdr√ľcklich erw√§hnt, dass eine akute Nierenerkrankung eine Notfall-Situation darstellt und der Hund daher so schnell wie m√∂glich einem Tierarzt vorgestellt werden sollte.

 

Kann ich regelmäßig Heilerde dem Futter zusetzen?

Heilerde oder auch Moorerde ist eine gute Sache, wenn der Hund akut Durchfall hat oder ein zu saures Magenmilieu hat, was ihm auch Beschwerden bereitet. Heil- oder Moorerde kann man aber gerne auch regelm√§√üig geben nur bitte nicht zusammen mit dem Futter. Heilerde bindet unerw√ľnschte Stoffe und f√ľhrt diese aus, allerdings bindet sie auch wichtige N√§hrstoffe, die dem Hund dann vorenthalten bleiben. Wenn also Heil- oder Moorerde regelm√§√üig gegeben wird, dann am besten 2 Stunden vor oder nach der normalen F√ľtterung. Die Heilerde sollte dann am besten mit etwas Wasser, Magerquark oder Joghurt aufgel√∂st werden. Wenn Heil- oder Moorerde nur ab und zu gegeben wird, dann auch gerne zusammen mit dem Futter.

 

Warum ist in Eurem Futter keine Hefe?

Hefe wird in vielen Industriefuttern als Geschmacksverst√§rker eingesetzt. Den Erhitzungsprozess bei der Herstellung von Trockenfutter d√ľrfte keine Hefezelle √ľberlebt haben und selbst die darin enthaltenen so wertvollen Vitamine des B-Komplexes sind gr√∂√ütenteils ebenfalls hitze- und/oder lichtempfindlich, so dass diese zerst√∂rt werden. √úbrig bleibt also nur noch der Effekt des Geschmackverst√§rkens. Zu dem wird gerne auf minderwertige Trockenhefe zur√ľck gegriffen, die als Abfallprodukt aus der Bierherstellung entsteht. Sehr schade, denn lebende Hefen sind kleine Kraftwerke, die viele B-Vitamine, Fols√§ure und Biotin enthalten.

Wir empfehlen daher lieber 2 x im Jahr eine Kur mit frischer Hefe durchzuf√ľhren. Dazu √ľber 10 Tage einfach ein maximal erbsengro√ües St√ľck der normalen B√§ckerhefe (als W√ľrfel im K√ľhlregal jedes Supermarktes zu finden) pro Tag dem Futter zuzugeben. Bew√§hrt haben sich auch eine 5-Tages-Kur, dann 5 Tage Pause und danach nochmal 5 Tage Hefe-Kur. Am besten startet man bei jedem Beginn des Haarkleidwechsels. Das w√§re dann auch gleichzeitig eine gute Ged√§chtnisst√ľtze, wieder mal eine Kur zu machen. Die Hefe unterst√ľtzt den Haarkleidwechsel und wirkt sich auch positiv auf die Magen-Darm-Flora aus. Da wir die Hefe als Kur unterst√ľtzen und nicht als Dauerzusatz, kommt sie bei uns auch nicht ins Futter.